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Vegane Mensa: Die vegan-freundlichsten Mensen Deutschlands 2025

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Zum neunten Mal haben wir von PETA Deutschland erneut Bistros, Mensen und Cafeterien zu verschiedenen Aspekten rund um das Thema vegane Ernährung befragt. Basierend auf den eingehenden Antworten haben wir Auszeichnungen in Form von satten grünen Blättern verliehen und die vegan-freundlichsten Mensen 2025 gekürt.

Studierende in Deutschland werden von 57 Studierendenwerken mit gastronomischen Angeboten versorgt. [1] Die Auswahl an veganen Gerichten in den Mensen und Cafeterien dieser Einrichtungen wächst von Jahr zu Jahr, denn die pflanzliche Ernährung als fester Bestandteil ihres Speiseplans ist immer mehr jungen Menschen wichtig.

PETAs Mensa-Ranking 2025: Zwei Spitzenreiter und viele sehr gute Mensen mit veganem Angebot

Das hat sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt, denn wir von PETA Deutschland bewerten jedes Jahr das vegane Angebot an deutschen Universitäten: Bei unserem Mensa-Ranking 2025 wurde erstmals mit grünen Blättern ausgezeichnet, auch halbe Blätter wurden vergeben. Im Vergleich zum Vorjahr haben mehr Mensen 4,5 grüne Blätter erhalten, auch die Anzahl der Mensen mit 4 Blättern ist weiter angestiegen. Das vegane Angebot geht dabei in der Regel über einzelne Pasta-Gerichte hinaus und die Studierenden können sich über tolle kreative Gerichte sowie über eine größere Auswahl freuen.

Die vegan-freundlichste Mensa 2025

Insgesamt nahmen 32 Studierendenwerke am Rennen um den Titel der vegan-freundlichsten Mensa 2025 teil. Die Beurteilungskriterien konzentrierten sich vorwiegend auf das tägliche und vielfältige Angebot an veganen Gerichten sowie die spezielle Schulung des Personals. Auch das vegane Angebot an Vor- und Nachspeisen, Getränken sowie Snacks ging in die Bewertung mit ein. Zudem wurde berücksichtigt, ob Aktionswochen oder -tage zum Thema vegane Ernährung veranstaltet werden. In die Beurteilung floss außerdem ein, ob ein Vegan-Tag angeboten oder regelmäßig für rein pflanzliche Gerichte geworben wird. Wie sich die jeweilige Mensa im Laufe der Jahre entwickelt hat, spielte ebenfalls eine Rolle.

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5 Sterne: Exzellente Mensen mit ausschließlich veganem Angebot

Um eine 5-Blätter-Bewertung zu erhalten, war es ausschlaggebend, dass die Auswahlkriterien auf höchstem Niveau erfüllt werden: Natürlich muss die jeweilige Mensa auch komplett vegan sein, also keine Produkte tierischen Ursprungs verkaufen.

Mit 5 Blättern für exzellente und ausschließlich vegane Angebote wird ausgezeichnet:

  • Vollständig vegane Power für Studierende: Satte fünf Blätter für Berlin

    Satte fünf Punkte gehen auch in diesem Jahr an die „Mensa Pasteria Veggie 2.0“ der TU Berlin, die mit einem ausschließlich veganen Angebot überzeugt. Sie bietet neben veganen Pastagerichten, einer Suppe, Salaten und Vorspeisenbowls auch immer das Klimaessen des Tages an. Die Nudeln für die Pastagerichte werden in der gläsernen Nudelmanufaktur im eigenen Haus hergestellt. Ihr Rat für andere Mensen: „Mutig sein und umstellen!“

  • Vollständig vegane Power für Studierende: Satte fünf Blätter für Bochum

    Die Mensa Rote Bete des Akademischen Förderungswerks Bochum überzeugt auch in diesem Jahr mit einem rein veganen Angebot. Das verdient satte fünf Punkte. Neben täglichen internationalen Aktionsgerichten werden zusätzlich ein weiteres Hauptgericht, eine Tagessuppe sowie verschiedene Beilagen und ein Dessert angeboten. Außerdem können sich die Studierenden an veganem Kuchen und Gebäck sowie veganen Snacks erfreuen. Das Küchenpersonal wird mehrmals im Jahr geschult. Der Rat der Mensa an andere: „Einfach loslegen! Nach Alternativen suchen, recherchieren und sich mit den Themen  vegane Lebensweise  und veganes Kochen beschäftigen.“

4,5 Blätter: Herausragende Mensen mit ausschließlich vegan-vegetarischem Angebot

Nach der letztjährigen Verleihung hat sich die Zahl der Mensen mit einer 4,5-Blätter-Auszeichnung nochmals erhöht. Vegetarische Produkte wie Milch oder Eier verursachen nicht weniger Tierleid als Fleisch und Fleischerzeugnisse. Auch sind sie nicht besser für die Umwelt. Dennoch setzt die Umstellung auf eine vegetarische Mensa ein bedeutendes Zeichen und ist ein erster Schritt in die richtige Richtung für die Tiere, die Umwelt und die eigene Gesundheit.

Mit 4,5 Blättern werden diese Mensen für herausragende, ausschließlich vegan-vegetarische Angebote ausgezeichnet:

  • 4,5 Blätter für Augsburg

    In der Mensa an der Universität Augsburg des Studierendenwerks Augsburg gibt es jeden Tag mindestens ein veganes Gericht sowie vegane Pizza und Pasta. Außerdem stehen eine Salattheke mit veganen Komponenten, pflanzenbasierte Vor- und Nachspeisen, Snacks und Gebäck zur Verfügung. Das Personal nimmt regelmäßig an Schulungen teil und steht im regen Austausch mit den Studierenden. Daher rührt zum Beispiel die vermehrte Nutzung von Fleisch-, Ei-, Milch- und Fischalternativen. Seit Juli 2025 ist auch die Einsicht der CO2-Bilanz der Gerichte möglich. Der Rat der Mensa: „Gerichte mit ausschließlich pflanzlichen Zutaten werden mindestens genauso gerne gegessen wie andere Gerichte, wenn sie frisch zubereitet und lecker sind und dazu noch appetitlich aussehen und von freundlichem Personal serviert werden.“ Die Mensa hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um 1,5 Punkte verbessern können.

  • 4,5 Blätter für Bielefeld

    Das Bistro Lampingstraße des Studierendenwerks Bielefeld ist neu im Ranking dabei und hat seit November 2024 ein rein vegan/vegetarisches Angebot. Trotzdem ist die Auswahl der überwiegend veganen Speisen groß. Neben pflanzenbasierten Hauptgerichten gibt es Vor- und Nachspeisen sowie verschiedene Snacks. Das regelmäßig geschulte Personal steht in engem Kontakt zu den Studierenden und arbeitet auch mit Gruppen wie Fridays for Future zusammen. Ihr Rat an andere Mensen: „Seid mutig und kommt ins Machen.“

  • 4,5 Blätter für Erlangen

    Die Mensa Langemarckplatz in Erlangen des Studierendenwerks Erlangen-Nürnberg bietet täglich zwei bis drei vegane Gerichte sowie Vor- und Nachspeisen, Snacks und Gebäck an. Somit ist fast die Hälfte des Angebots pflanzenbasiert. Es gibt vegane Aktionstage und -wochen. Ihr Rat an andere Mensen: „Immer wieder neue Produkte ausprobieren und der Kreativität freien Lauf lassen.“ Die Mensa hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um 1,5 Punkte verbessern können.

  • 4,5 Blätter für Freiburg

    Die Mensen Rempartstraße und Littenweiler des Studierendenwerks Freiburg-Schwarzwald in Freiburg sind in diesem Jahr zum ersten Mal beim Ranking dabei und bieten ein vielfältiges Angebot an vegan/vegetarischen Speisen. In der Mensa Rempartstraße ist für jedes Gericht der sogenannte Mensa-Footprint einsehbar. Für jede Portion ist ersichtlich, wie viel Gramm CO2-Ausstoß sie verursacht hat, wie viele Liter Wasser genutzt wurden und ob es eine Bio-Zertifizierung der tierischen Produkte sowie Angaben zum Regenwaldschutz gibt. Die Studierenden freuen sich so zum Beispiel auf Süßkartoffel-Spitzkohlcurry mit Mango, Koriander-Zitronenjoghurt und Bio-Tempeh-Ragout mit Reis oder Fried Bio-Tofu mit Tomaten-Ingwerchutney sowie Nudeln in Thai-Art. Der Rat der Mensa an andere: „Vegane Gerichte im ‚Bowl-Prinzip’ denken und nicht versuchen, alle Fleisch-Komponenten mit Ersatzprodukten auszutauschen, sondern lieber Neues kreieren.“

  • 4,5 Blätter für Gießen

    Das Café am Kunstweg und die Cafeteria CampusTor des Studierendenwerks Gießen sind in diesem Jahr beim Ranking neu dabei und bieten nur vegane Gerichte an. Lediglich zusätzliche Beilagen können vegetarisch sein. Es finden regelmäßige Besprechungen des Speiseplans statt und es gibt einen konstanten Ausbau des Angebots. Studierende freuen sich über täglich wechselnde Salatbowls, Snacks und Gebäck, Nach- und Vorspeisen. Aktionstage und Nachhaltigkeitsevents runden das Angebot ab. Der Rat der Mensa an andere: „Mut zur Umsetzung! Just do it!“

    Die Mensa Otto-Behaghel-Straße in Gießen konnte sich mit ihrem überwiegend veganen Angebot im Vergleich zum Vorjahresranking um 1,5 Punkte verbessern. Das speziell geschulte Personal bespricht regelmäßig den Speiseplan. So findet ein konstanter Ausbau des Angebots statt. Es gibt eine Salattheke mit toller Auswahl an veganen Komponenten sowie Snacks und Gebäck, Nach- und Vorspeisen. Das Personal stellt vegane Alternativprodukte selbst her, führt Aktionstage und Nachhaltigkeitsevents sowie Wettbewerbe für neue Rezepte durch, die dann auch für alle Studierenden gekocht werden. Die Mensa rät zur Teilnahme an Aktionen wie Veganuary, denn die Partner auf dem Markt seien deutlich besser geworden.

  • 4,5 Blätter für Hamburg

    Blattwerk, die vegetarische Mensa des Studierendenwerks Hamburg, konnte sich mit ihrem überwiegend veganen Angebot im Vergleich zum Vorjahresranking um einen halben Punkt verbessern. Jeden Tag gibt es gleich mehrere vegane Gerichte an der Pasta-, Gemüse- oder Salatbar. So zum Beispiel gelbe und grüne Zucchini mit Cherrytomaten und Oliven, Fenchelgemüse, gerösteter Broccoli mit Reis oder hausgemachte Pasta mit Steinpilzen und Tomatensugo. Es finden Aktionswochen und -tage und ein reger Austausch mit Studierenden statt, die diese Aktionen ebenso bewerten. Der Rat der Mensa an andere: „Einfach machen und offen sein gegenüber veganen Ersatzprodukten.“

  • 4,5 Blätter für Heidelberg

    Die Mensa Alte PH des Studierendenwerks Heidelberg konnte sich mit ihrem überwiegend veganen Angebot im Vergleich zum Vorjahresranking um einen halben Punkt verbessern. Sie wartet mit Frühstücksbuffet mit Müsli, Cornflakes, Obstsalat, Roter Grütze, Sämereien, Nüssen, Trockenobst und Hafermilch auf. Weiterhin freuen sich die Studierenden über ein Salatbuffet mit hausgemachten Salaten und Dressings, ein warmes Buffet mit veganem und vegetarischem Hauptgericht, saisonalem Gemüse sowie hausgemachter Suppe, hausgemachten Nudeln und veganen Desserts. Es gibt spezielle vegane Aktionstage und das Personal wird regelmäßig geschult und zertifiziert. Der Rat der Mensa an andere: „Mut haben zum Umsetzen des Themas und die Studierenden und Beschäftigten aktiv mit einbeziehen.“

  • 4,5 Blätter für Mainz

    Die Mensa Bambus des Studierendenwerks Mainz konnte sich mit ihrem überwiegend veganen Angebot im Vergleich zum Vorjahresranking um einen halben Punkt verbessern. Es gibt täglich mindestens zwei vegane Gerichte. Auch alle anderen sind immer vegan konzipiert, vegetarische Komponenten gibt es nur als Topping sowie Fleisch-, Fisch-, Milch- und Eialternativen. Die Salattheke verfügt über eine tolle Auswahl veganer Komponenten. Es gibt pflanzenbasierte Snacks, Gebäck und Vor- und Nachspeisen. Eine CO2-Bilanz der Gerichte ist auf Nachfrage einsehbar. Der Rat der Mensa an andere: „Haltet das Angebot vielfältig. Durch Bevormundung und Zwang wird man das Ziel nicht erreichen. Leckeres veganes Essen funktioniert von allein.“

  • 4,5 Blätter für München

    Das StuCafé und die Mensa Leopoldstraße des Studierendenwerks München Oberbayern konnten sich mit ihrem überwiegend veganen Angebot im Vergleich zum Vorjahresranking um 1,5 Punkte verbessern. Das StuCafé Leopoldstraße bietet ausschließlich vegane Angebote, in der Mensa Leopoldstraße macht ein vegan-vegetarisches Angebot zwei Drittel der Speisekarte aus. Neben mehreren pflanzenbasierten Hauptspeisen bietet die Mensa jeden Tag eine große Auswahl an veganem Gebäck sowie veganes Eis, Vor- und Nachspeisen und Fleisch-, Fisch-, Ei- und Milchalternativen. Es gibt wechselnde Aktionsthemen und eine transparente CO2-Bilanzierung. Der Rat aus der Küche für andere: „Verwendet möglichst natürliche und wenig industriell verarbeitete Zutaten, dosiert den Einsatz von Ersatzprodukten, würzt mit frischen Kräutern und nutzt saisonale und regionale Zutaten.“

  • 4,5 Blätter für Regensburg

    Die Mensa der Uni Regensburg des Studierendenwerks Niederbayern/Oberpfalz ist in diesem Jahr neu beim Ranking dabei und holt sich gleich einen der vorderen Plätze. Grund dafür ist das überwiegend vegane Angebot an Hauptgerichten, Vor- und Nachspeisen, Snacks und Gebäck. Es gibt eine tägliche Küchenbesprechung sowie regelmäßige Rezeptwettbewerbe in Verbindung mit der Regensburger Nachhaltigkeitswoche, welche dann in der Mensa angeboten werden. Auf vegane Gerichte wird täglich besonders hingewiesen und die CO2-Bilanzierung ist transparent gestaltet.

  • 4,5 Blätter für Stuttgart

    Die Mensa Kunstakademie des Studierendenwerks Stuttgart ist in diesem Jahr neu beim Ranking dabei und holt sich gleich einen der vorderen Plätze. Das Angebot ist überwiegend vegan und umfasst neben Hauptgerichten auch Vor- und Nachspeisen und Gebäck. Es finden sich zahlreiche Fleisch-, Fisch-, Milch- und Eialternativen. In der Cafeteria gibt es täglich hausgemachte Brotaufstriche, in der Mensa jeden Tag einen „Veganen Renner“ und eine Salatbar. Dienstags bis donnerstags können Studierende beim Livecooking zuschauen und sich hausgemachte Nudeln, frische Wok-Gerichte oder leichte Bowls zubereiten lassen.

  • 4,5 Blätter für Trier

    Die Mensen Tarforst und Schneidershof des Studierendenwerks Trier sind in diesem Jahr neu beim Ranking dabei und holen sich gleich einen der vorderen Plätze. Jeden Tag gibt es ein bis zwei vegane Hauptspeisen, zusätzlich Eintöpfe, Salatteller, vegane Snacks und Gebäck. Es werden Aktionswochen durchgeführt, das Personal wird regelmäßig intern geschult und auf vegane Gerichte wird täglich besonders hingewiesen. Studierende können sich an Speisen wie Sellerie-Knusperschnitzel an Joghurt-Kräuterdip mit Erbsen-Kartoffelpüree und Salat, Indisches Kichererbsen-Currygericht „Tikka Masala“ mit Tofu, Sprossen und Naan-Brot oder Gnocchi mit Ratatouille gesund und ganz ohne Tierleid satt essen.

  • 4,5 Blätter für Potsdam

    Die Mensen des Studierendenwerks West:Brandenburg sind in diesem Jahr neu beim Ranking dabei und holen sich gleich einen der vorderen Plätze. Jeden Tag gibt es ein oder zwei vegane Hauptspeisen, mittwochs ist das Angebot ausschließlich vegan/vegetarisch. Hinzu kommen Salate und pflanzliche Desserts. Es findet ein stetiger Austausch mit den Studierenden über Social Media und die Mensa-App statt. So kommt es zu regelmäßigen Mensaausschüssen und einer konstanten Erweiterung des Angebots. Der Rat der Verantwortlichen an andere Mensen: „Es muss nicht immer ein Fleischersatzprodukt sein: frisches Gemüse und Hülsenfrüchte in die Tellermitte.“

  • 4,5 Blätter für Aachen

    Das Bistro Templergraben des Studierendenwerks Aachen bietet einen überwiegend veganen Speiseplan. Es gibt ein breit gefächertes Angebot an veganen Snacks, Gebäck, Fleisch-, Fisch- und Milchalternativen und seit neustem auch täglich vegane hausgemachte Kuchen. Das Personal wird regelmäßig geschult. Eine CO2-Bilanzierung der Gerichte ist in Planung. Der Rat für andere Cafés und Mensen: „Macht Werbung auf Social Media und seid mutig, neue Produkte auszuprobieren. Motiviert eure Mitarbeiter und klärt über die Vorteile von veganen Lebensmitteln auf.“ Das Bistro hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um einen halben Punkt verbessert.

4 Blätter: Top-Mensen mit vegan-freundlichem Angebot

So gut wie alle teilnehmenden Mensen bieten täglich vegane Gerichte, pflanzliche Vor- und Nachspeisen, Snacks und geschultes Personal. Die vegane Ernährung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – das haben auch die Studierendenwerke erkannt und setzen auf vegane Speisen. Tägliche vegane Desserts und Angebote in den Cafeterien zeugen von einer zukunftsorientierten Entwicklung.

Im Hinblick auf Werbung und zusätzliche Aktionen rund um vegane Gerichte besteht bei vielen Mensen allerdings noch Verbesserungspotenzial. Solche Maßnahmen helfen jedoch, die veganen Gerichte weiter zu etablieren und ein breiteres Publikum anzusprechen. Verschiedene Möglichkeiten, etwa Social-Media-Postings, werden von vielen Studierendenwerken schon heute genutzt.

Vor allem die Gemeinschaftsverpflegung trägt in hohem Maß dazu bei, dass die Ernährung veganer und damit klimafreundlicher wird. In den nächsten Jahren wird der vegane Anteil in den Mensen weiter ausgebaut werden müssen.

Im Ranking 2025 beweisen folgende Mensen mit einer 4-Blätter-Auszeichnung, dass sie vegan-freundlich sind:

  • 4 Blätter für Bremen

    Die Unimensa am Boulevard des Studierendenwerks Bremen ist in diesem Jahr neu beim Ranking dabei. Einen guten Platz in der Liste verdient sie aufgrund von mindestens zwei veganen Gerichten am Tag, einer Salattheke mit extrem guter Auswahl von bis zu 18 hausgemachten Feinkostsalaten mit diversen veganen Dressings und Käsealternativen. Hinzu kommen pflanzenbasierte Vor- und Nachspeisen, Snacks und Gebäck sowie integrierte Fleisch-, Fisch-, Milch- und Eialternativen. Die KombinierBar bietet außerdem zahlreiche Möglichkeiten, sich selbst ganz einfach ein gemüsehaltiges Gericht zusammenzustellen. Es gibt regelmäßig interne Workshops für das Personal.

  • 4 Blätter für Dortmund

    Die Hauptmensa Campus Nord des Studierendenwerks Dortmund hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um einen Punkt verbessern können. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es täglich mindestens zwei vegane Hauptspeisen gibt. Auch die Beilagen sind größtenteils rein pflanzlich.

    Das Personal wird regelmäßig intern geschult. Die Mensa nimmt an Aktionen wie dem Veganuary teil und veranstaltet eine Nachhaltigkeitswoche. Aktionen oder Neuerungen werden auf Social Media beworben. Es gibt einen monatlichen Austausch mit den Studierenden.

  • 4 Blätter für Essen und Duisburg

    Sowohl die Mensa Campus in Essen als auch die Mensa Campus in Duisburg des Studierendenwerks Essen-Duisburg bieten jeweils täglich ein veganes Gericht an. Hinzu kommen pflanzliche Vor- und Nachspeisen sowie eine Salattheke mit diverser Auswahl, Snacks und Gebäck. Einzelaktionen und Aktionstage wie die Teilnahme am Weltvegantag finden statt. Es gibt einen regen Austausch mit den Studierenden.

  • 4 Blätter für Frankfurt am Main

    Die Cafeteria Dasein auf dem Campus Westend des Studierendenwerks Frankfurt am Main ist dieses Jahr neu im Ranking dabei. Bis auf zwei Gerichte pro Woche ist das Angebot ausschließlich vegan/vegetarisch und es gibt ein bis zwei vegane Hauptspeisen pro Tag. Hinzu kommen Salate, Vor- und Nachspeisen, Gebäck und Snacks. Die Einrichtung veranstaltet Aktionstage und achtet darauf, saisonal zu kochen.

  • 4 Blätter für Hannover

    Die Hauptmensa des Studierendenwerks Hannover konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt verbessern. An jedem Tag der Woche wird ein veganes Hauptgericht angeboten, teilweise mit pflanzlichen Fleisch- und Milchalternativen. Oftmals sind auch die Pasta-Gerichte mit Tomaten-, Sesam- oder Erdnusssauce rein pflanzlich. Allergene und Klimabilanz der Angebote werden gut erkennbar ausgewiesen. Neben einer bunten Salattheke gibt es außerdem vegane Nachspeisen, Snacks und Gebäck.

  • 4 Blätter für Kiel

    Die Mensa Kesselhaus in Kiel des Studentenwerks Schleswig-Holstein hat ihr gutes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresranking halten können. Seit dem Wintersemester 22/23 serviert das Team der Mensa ausschließlich vegetarische und vegane Speisen. So gibt es täglich mindestens eine vegane Hauptspeise sowie Gebäck auf Pflanzenbasis. Es wird mit möglichst niedriger CO2-Bilanz gekocht. Der Rat der Mensa an andere: „Leckere Gerichte verkaufen sich fast von allein.“

  • 4 Blätter für Münster

    Das Café Hier und Jetzt des Studierendenwerks Münster ist in diesem Jahr neu im Ranking dabei und komplett vegan/vegetarisch. Es gibt verschiedene vegane Burger, Bowls und später am Tag auch Ofenkartoffeln. Außerdem stehen hausgemachter Kuchen und veganes Eis zur Auswahl. Die Ausweisung der CO2-Bilanz ist in Planung.

  • 4 Blätter für Magdeburg

    Die Mensa Pfälzer Straße des Studentenwerks Magdeburg ist in diesem Jahr neu im Ranking dabei. Sie bietet jeden Tag ein veganes Gericht an. Außerdem gibt es pflanzliche Nachspeisen, Snacks und Gebäck sowie Milchalternativen mit Aufpreis. Das Personal ist erst vor kurzem bei der Deutschen Hotel Akademie (DHA) geschult worden. Es findet ein regelmäßiger Austausch mit den Studierenden statt. Es gibt eine transparente CO2-Bilanzierung.

  • 4 Blätter für Paderborn

    Die Mensa Academica des Studierendenwerks Paderborn hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um einen Punkt verbessern können. Das Speisenangebot ist zu gut 43 Prozent vegan. Es gibt täglich ein oder mehrere vegane Hauptspeisen. Hinzu kommen Vor- und Nachspeisen, diverse Antipasti und die Salattheke, die zu zwei Dritteln vegane Komponenten bereithält. Die Mensa veranstaltet Aktionstage und die Mitarbeitenden stehen im regelmäßigen Austausch mit den Studierenden. Der Rat aus der Küche: „Einfach ausprobieren! Wenn die Gerichte schmackhaft und qualitativ hochwertig sind und zusätzlich noch appetitlich aussehen, werden sich auch viele Menschen für solche Gerichte gewinnen lassen, die sich nicht bereits vegan ernähren.“

  • 4 Blätter für Ulm

    Die Mensa in der Universität Ulm des Studierendenwerks Ulm hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um einen Punkt verbessern können. Jeden Tag gibt es dort mindestens ein veganes Hauptgericht. Hinzu kommen Vor- und Nachspeisen sowie pflanzliche Beilagen und eine Auswahl an veganen Snacks. Ab dem kommenden Semester ist eine „Vegane Woche“ geplant.

  • 4 Blätter für Marburg

    Die Mensen Lahnberge und Erlenring des Studierendenwerks Marburg konnten sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt verbessern. Bereits seit 2018 gibt es dort täglich mindestens ein veganes Hauptgericht sowie vegane Vor- und Nachspeisen, die von geschultem Personal zubereitet werden. Bei Burger-Aktionstagen stehen den Studierenden gleich mehrere vegane Burger zur Auswahl. Die CO2-Bilanzierung der Gerichte ist transparent gestaltet.

  • 4 Blätter für Leipzig

    Die Mensa am Medizincampus des Studentenwerks Leipzig konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt verbessern. An jedem Tag werden zwei vegane Hauptgerichte mit integrierten Fleisch-, Fisch-, Milch- und Eialternativen, vegane Vorspeisen, zahlreiche vegane Beilagen und verschiedene Smoothies angeboten. Außerdem gibt es eine bunte Salattheke, Snacks und hausgemachten veganen Kuchen. Das Küchenpersonal wird regelmäßig geschult und es findet ein regelmäßiger Austausch mit den Studierenden statt. Eine CO2-Bilanzierung der Gerichte ist in Planung. Der Rat der Mensa an andere: „Einfach machen und neue Rezepte ausprobieren. Schulungen erhöhen die Akzeptanz und bringen positives Feedback.“

3,5 Blätter: Mensen mit einer guten Basis für tägliche vegane Gerichte

Mensen von Studierendenwerken, die im PETA-Ranking mit 3,5 Blättern ausgezeichnet wurden, bieten zu mindestens 90 Prozent jeden Tag ein veganes Gericht an – eine sehr gute Basis für die tägliche Mahlzeit. Leider fehlt es in einigen Fällen an speziellen Schulungen, die dazu beitragen könnten, die vegane Ernährung beim Personal und bei den Studierenden bekannter zu machen und die Zahl der veganen Bestellungen zu steigern. Auch pflanzliche Angebote für den kleinen und großen Hunger können sich hier noch fest etablieren, ebenso wie eine transparente CO2-Bilanzierung der Mahlzeiten.

Studierendenwerke, deren Mensen kein tägliches veganes Hauptgericht anbieten und deren Personal keine spezielle Schulung absolviert hat, wurden im Vergleich zu einem punktgleichen Studierendenwerk niedriger bewertet.

Mit 3,5 Sternen wurden ausgezeichnet:

  • 3,5 Blätter für Greifswald

    Die Mensa Berthold-Beitz-Platz des Studierendenwerks Greifswald hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um anderthalb Punkte verbessern können, denn das vegane Angebot wurde ausgebaut. So können sich Studierende an der Selbstbedienungstheke vegane Gerichte aus den verschiedenen Beilagen zusammenstellen. Laut eigenen Angaben sind dort täglich mindestens zwei Hauptkomponenten zu finden. Hinzu kommen vegane Vorspeisen, Nachspeisen, die Salattheke und Gebäck. Beim Veggietag 2024 wurden vier neue vegane und ein vegetarisches Gericht getestet. Eine transparente CO2-Bilanzierung ist in Planung

  • 3,5 Blätter für Kassel

    Die Zentralmensa des Studierendenwerks Kassel ist in diesem Jahr neu dabei im Ranking. Dort gibt es täglich ein veganes Gericht, welches auch gleichzeitig das kostengünstigste ist. Weitere Optionen können sich Studierende aus pflanzlichen Beilagen zusammenstellen. An der Salattheke gibt es eine gute vegane Auswahl, inklusive Fleischalternativen. Es gibt vegane Snacks und Gebäck. Da die veganen Menüs und Beilagen die meistverkauften Gerichte sind, werden keine Aktionswochen oder -tage dazu durchgeführt. Der Rat aus der Küche: „Natürliche Proteinquellen einbauen wie Hülsenfrüchte und unverarbeitete Zutaten wie zum Beispiel Getreide, Hülsenfrüchte oder Gemüse wählen und sich damit für die kulinarische Vielfalt öffnen.“

  • 3,5 Blätter für Koblenz

    Die Mensa am RheinAhrCampus in Remagen des Studierendenwerks Koblenz ist in diesem Jahr neu dabei im Ranking. An vier Tagen in der Woche gibt es mindestens eine vegane Hauptspeise. Am Pizzapoint können Pizzen auch in vegan bestellt werden. Hinzu kommen vegane Vor- und Nachspeisen und Gebäck. Die Mensa veranstaltet Aktionen wie eine vegane Woche und anlässlich des Weltvegantags.

  • 3,5 Blätter für Saarbrücken

    Die Mensa Saarbrücken des Studentenwerks Saarland hat sich im Vergleich zum Vorjahresranking um anderthalb Punkte verbessern können. Laut eigener Aussage wird jeden Tag mindestens ein veganes Hauptgericht angeboten. Hinzu kommen pflanzliche Salatkomponenten und ein veganes Dressing. In einem Bistro gibt es Snacks und veganes Gebäck. Alle zwei Wochen dienstags wird in der Mensa rein vegan/vegetarisch gekocht

  • 3,5 Blätter für Wuppertal

    Die Hauptmensa ME 02 des Studierendenwerks Wuppertal ist in diesem Jahr neu dabei im Ranking. Das vegane Angebot ist in den vergangenen Jahren stetig vielfältiger geworden. So gibt es nun jeden Tag mindestens ein veganes Hauptgericht und auch täglich die Möglichkeit, eine vegane Bratwurst mit Pommes frites oder eine vegane Currywurst zu essen. Hinzu kommen pflanzliche Vor- und Nachspeisen. Eine transparente CO2-Bilanzierung ist in Planung.

Mensa Cafe mit diversen Leuten, die an Tischen sitzen und im Raum stehen.
Unis und Mensen setzen immer stärker auf fleischlose und vegane Kost.

PETAs Bewertungskriterien für das Mensa-Ranking

Um die vegan-freundlichste Mensa Deutschlands zu ermitteln, haben wir uns an den Dachverband des Deutschen Studentenwerks und an alle 57 deutschen Studierendenwerke gewandt und um Teilnahme an einer Umfrage gebeten. Mithilfe eines Fragebogens wurde eine Übersicht über das vegane Angebot in den jeweiligen gastronomischen Einrichtungen der Studierendenwerke erstellt. Daraufhin haben 37 Studierendenwerke ihre jeweils vegan-freundlichste Mensa ins Rennen geschickt.

Die Rückmeldungen der teilnehmenden Studierendenwerke bilden die Grundlage unserer Bewertung. Da das gastronomische Angebote der verschiedenen Mensen eines Studierendenwerks meist variiert, wurde beim PETA-Ranking nicht das gesamte Studierendenwerk, sondern nur eine Mensa des jeweiligen Studierendenwerks ausgezeichnet – nämlich die vegan-freundlichste. Leider hat dieses Jahr nicht jede Universität eine Mensa ins Rennen geschickt. Wir appellieren an die Studierenden, fehlende Studierendenwerke zu ermutigen, im kommenden Jahr auch ihre vegan-freundlichste Mensa auszeichnen zu lassen.

Doch ganz gleich, wie die jeweils ins Rennen geschickte Mensa im PETA-Ranking abgeschnitten hat: Wir möchten alle Studierendenwerke dazu anregen, sämtliche Mensen vegan-freundlich zu gestalten und in allen Mensen täglich mindestens ein veganes Gericht in ausreichender Menge anzubieten. Welche Kriterien bei unserer Bewertung entscheidend waren, können Sie hier nachlesen:
Bewertungskriterien für Deutschlands vegan-freundlichste Mensa 2024

> Die vegan-freundlichste Mensa 2024
> Die vegan-freundlichste Mensa 2023
> Die vegan-freundlichste Mensa 2019

Ist die Zukunft der Mensa vegan?

Die PETA-Auszeichnung „Vegan-freundlichste Mensa“ dient dazu, gastronomische Einrichtungen positiv zu beurteilen, die in puncto vegan-freundliches Speisenangebot bereits großartige Arbeit leisten. Aber nicht nur Hochschulmensen, sondern auch alle anderen gastronomischen Einrichtungen sollen durch dieses Ranking zu einem breiteren veganen Angebot motiviert und inspiriert werden.

Unsere Umfrage zeigt unverkennbar ein wachsendes Interesse am Thema vegane Verpflegung.

  • Fast alle Studierendenwerke haben mittlerweile an speziellen Schulungen teilgenommen. Jährliche Fortbildungen und Auffrischungen, auch durch interne Fachangestellte, sind von Vorteil.
  • Fast alle teilnehmenden Einrichtungen bieten zumindest in einer Mensa täglich mindestens ein veganes Gericht an.
  • Immer mehr Studierendenwerke werben für vegane Gerichte im Rahmen von Aktionswochen zum Thema Gesundheit oder Umweltschutz.
  • Auch vegane Vor- und Nachspeisen halten verstärkt Einzug in die Mensen und werden von den Studierendenwerken teilweise selbst kreiert.
  • Rund um die Mensa spielt die vegane Ernährung eine immer größere Rolle. So bieten einige Studierendenwerke Kochkurse und Kochwettbewerbe an, um mit den Studierenden in Kontakt zu kommen und ihnen die vegane Ernährung schmackhaft zu machen.

Im aktuellen PETA-Ranking 2025 wurde eine rein vegane Mensa mit 5 Sternen ausgezeichnet. Auch wenn das derzeit noch die Ausnahme ist, nimmt die Mensa der TU Berlin eine Vorbildfunktion ein. Eine vegane Ernährung ist die beste Möglichkeit, um auf einfache und gesunde Weise Tierleid zu verhindern und mit der täglichen Ernährung zum Umweltschutz beizutragen.

Je leichter es für Studierende ist, vegan zu essen, desto wahrscheinlicher wird das vegane Angebot auch angenommen. Eine 2023 veröffentlichte Studie kam zum Schluss, dass wenn vegane Gerichte in Hochschulmensen als Standardoption angeboten werden und die Option mit tierischen Produkten hingegen auf Nachfrage bestellt werden kann, die vegane Mahlzeit zu knapp 82 Prozent gewählt wurde. [2]

Vegan Kochen in Kantinen: Entdecken Sie die vegane Vielfalt

Probieren auch Sie die veganen Köstlichkeiten in den Mensen – egal, ob Sie bereits vegan leben oder nicht. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Treten Sie gerne mit den Studierendenwerken in Kontakt, um neue Rezeptideen oder Vorschläge für vegane Aktionen zu erhalten. Einige Studierendenwerke liefern in diesen Bereichen reichlich Inspiration für andere Gastronomiebetriebe.

Mit unserem unverbindlichem Veganstart-Programm erhalten Sie 30 Tage lang kostenlos Tipps, Tricks, Infos, Rezepte und vieles mehr für Zuhause! Auch für die Großküche finden Sie bei uns eine Vielzahl an leckeren veganen Rezepten. Einige haben wir hier zusammengestellt: