Aktion: PETA mischt Agrarveranstaltung mit Cem Özdemir auf

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Am 19. Oktober veranstaltete das Landwirtschaftsmagazin top agrar das Event „Landwirtschaft im Dialog“ in Berlin. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir nahm als Gast an der Podiumsdiskussion teil. Das Problem: Neben zahlreichen Vertreter:innen aus den Bereichen der Fleischverarbeitung und des Handels mit tierischen Produkten war keine einzige Stimme für die Tiere eingeladen.

Wir von PETA Deutschland haben das nicht akzeptiert und mit einer aufmerksamkeitsstarken Protestaktion den ausgebeuteten Schweinen, Hühnern, Rindern und vielen weiteren Tieren Gehör verschafft. Denn die Tierhaltung in Deutschland ist nichts weiter als legalisierte Tierquälerei.

PETA protestiert lautstark gegen Tierquälerei in der Tierindustrie

Um auf die anhaltenden Missstände aufmerksam zu machen, die Millionen von Tieren tagtäglich bei der Zucht, Haltung und „Produktion“ von Fleisch, Milch und Eiern erleiden müssen, haben sich unsere PETA-Aktivist:innen immer wieder mit bedruckten Plakaten und gerufenen Wortbeiträgen während Özdemirs Redeteil ins Spiel gebracht. Dabei haben wir unsere Forderungen an die Politik vertreten:

  • Alle Schlachthöfe müssen geschlossen werden.
  • Das ausbeuterische Tierleidsystem muss insgesamt abgebaut anstatt umgebaut werden. Geringfügige Anpassungen verändern nichts am Leid der Tiere.

Es ist bezeichnend für die Agrarbranche und die Bundesregierung, dass die betroffenen Tiere bei solch einer Veranstaltung keinerlei Gehör fanden. Da keine Tierschutzorganisation eingeladen wurde, haben wir von PETA stellvertretend die Botschaft der Gequälten und Ausgebeuteten übermittelt: Tierwohl geht nur vegan. Wir brauchen jetzt eine Ausstiegsstrategie aus der Tierhaltung. Die Schlachthäuser müssen dann schließen.“

Daniel Cox, Leiter des Kampagnenteams bei PETA Deutschland

Tierwohl gibt es nur vegan: Vermeintliche Tierwohl-Label sind Verbrauchertäuschung

Darüber hinaus haben wir darauf hingewiesen, dass wirkliches Tierwohl nur vegan möglich ist. Denn: Tiere sind keine Produktionsgüter oder Profitvergrößerungsmaschinen, sondern eigenständige Lebewesen, deren Rechte es zu schützen gilt. Eine Schnabellänge mehr Platz Tierwohl zu nennen, ist reine Verhöhnung, gleichzeitig aber sinnbildlich für ein speziesistisches System, das ausschließlich auf Ausbeutung, Unterdrückung und Missbrauch aufbaut.

Mitte des Jahres hatte Özdemir ein neues, staatliches Tierwohl-Label angekündigt. Damit sollen ab 2023 die Haltungsformen auf Fleischverpackungen klarer zu erkennen sein. Das ändert jedoch nichts am Leid der Tiere – die Verbraucher:innen werden nur durch eine weitere Greenwashing-Initiative getäuscht, anstatt über die realen Qualen und Abgründe informiert zu werden.

„Anstatt Tierqualprodukte mit Kennzeichnungen zu versehen, fordern wir Bundesminister Özdemir und die Agrarbranche zu einem echten Wandel auf. Dafür braucht es jetzt Ausstiegsprämien für tierhaltende Landwirtinnen und Landwirte und eine Förderung des veganen Ökolandbaus.“

Scarlett Treml, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland

So tickt die Tierindustrie: Schwache Tiere wie Abfall entsorgt, Kannibalismus, seelische Zerstörung

Zuchtbetriebe entsorgen lebendige Schweine regelmäßig zum elenden Sterben in der Mülltonne. Es gehört zum profitorientierten Alltag der Tierindustrie, kranke und schwache Tiere wie Abfall auszusortieren. Akuter Platzmangel, fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten und zuchtbedingte Krankheiten führen zu Stressreaktionen wie Kämpfen, Kannibalismus und Selbstverstümmelung. Die wenigsten Tiere in der Landwirtschaft dürfen ihren Nachwuchs jemals selbst aufziehen, obwohl dies – wie bei uns auch – ein tief verankertes Grundbedürfnis ist.

Ohne die regelmäßige Gabe von Antibiotika würde der Großteil der Tiere die qualvollen Haltungsbedingungen nicht überleben. Die Transporte zu und der qualvolle Tod in den Schlachthäusern sind mit Panik und Todesangst verbunden – oft sind die Betäubungen mangelhaft. Es ist dringend an der Zeit, die Tierindustrie abzuschaffen und Rechte für alle Tiere in unserer Gesellschaft einzufordern.

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