ERFOLG – Deutscher Pelz-Pavillon wird abgeschafft!

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Auf der Pelzmesse „Hong Kong International Fur & Fashion Fair“ wird ab 2014 kein offizieller deutscher Pavillon mit dem Slogan ‚Made in Germany‘ mehr zu sehen sein.
Die Pelzindustrie in Deutschland verliert damit weiter an Boden und staatlicher Unterstützung. Herzlichen Dank an die mehr als 20.000 Menschen, die unsere Online-Petition an Minister Rösler unterstützt und sich für ein Stopp des Deutschen Pelz-Pavillons stark gemacht haben!

Hintergrund:
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hielt bis zum Mai 2013 trotz deutlicher Kritik seitens PETA weiter am deutschen Pelz-Pavillon auf der Pelzmesse „Hong Kong International Fur & Fashion Fair“ fest. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler stand, wie bereits beim EU-Importverbot für Robbenprodukte, in der Verantwortung, den Tierschutz durchzusetzen. Wir meinten dazu: Deutsche Pelzhändler dürfen sich nicht dank Steuergeldern mit dem Slogan „Made in Germany“ schmücken!

 

 

Getöteter Silberfuchs auf einer Pelzfarm / © PETA USA

Pelz-Pavillon: Tierqualprodukt „Made in Germany“
Mit einer Firmengemeinschaftsausstellung möchten deutsche Pelzhändler in Hongkong dank des Bundeswirtschaftsministeriums weiter mit dem Qualitätsslogan „Made in Germany“ werben. Beantragt wurde die Unterstützung ursprünglich von den Lobbyisten des Deutschen Pelzverbandes. Mit 78.000 Euro finanzierten die deutschen Steuerzahler 2012 die Kosten für Aufbau, Transport und Organisation mit.
Aus Sicht des Tierschutzes, ein Eklat! Viele PETA-UnterstützerInnen hatten sich unserem Brief an Wirtschaftsminister Rösler im Frühjahr 2012 angeschlossen und gegen den Pelz-Pavillon protestiert. Seitens des BMWi erklärte man die Image-Förderung mit: „Das Geschäft mit Pelztieren und Pelzen ist in Deutschland ein legales Geschäft.“
Für die Pelzzucht in Deutschland gelten seit Dezember 2011 verschärfte Gesetze. Ein knappes Dutzend Nerzfarmen werden unter illegalen Bedingungen seither einfach weiter betrieben. Wie kann es sein, dass deutsche Pelzhändler in China vor diesem Hintergrund staatlich gefördert werden?

Tausende gehäutete Marderhunde auf einer Pelzfarm / © PETA Asia-Pacific

Pelze aus tierquälerischer Herkunft
Deutsche Kürschner kaufen auf internationalen Auktionen die Pelze von vergasten Nerzen, mit Elektroschock getöteten Füchsen oder lebendig gehäuteten Kaninchen. Was zählt, ist die Qualität und der Preis der Pelze – nicht das Tier. In den europäischen Hauptproduzentenländern Dänemark, Holland und Finnland müssen Nerze und Füchse in Drahtkäfigen, ohne Beschäftigungsmöglichkeiten, dahinvegetieren. In China werden jährlich sogar Hunde und Katzen auf öffentlichen Märkten lebendig gehäutet. Nach deutscher Gesetzgebung wären alle diese Praktiken illegal und ständen unter Strafe.

PETA-Protest auf der Fashion-Week / © EPA HK

Pelz-Pavillon stellt Bundeswirtschaftsministerium auf die Probe
Wirtschaftsminister Rösler muss sich zum Pelz-Pavillon positionieren. Im Sommer 2012 äußerte er sein Bedauern über die Attacke Kanadas auf das seit 2009 bestehende EU-Importverbot für Robbenpelze gegenüber PETA-USA-Botschafterin Pamela Anderson. International ist eine derart zwiespältige Position zum Tierschutz unglaubwürdig und empört über 80 Prozent der Bundesbürger, die Pelz aus ethischen Gründen ablehnen. Unterstützen auch Sie unsere Petition an den Wirtschaftsminister und kaufen und tragen Sie keinen Pelz!

 

Was Sie tun können

Unterschreiben Sie unsere Petition an Bundeswirtschaftsminister Rösler und bitten Sie ebenfalls Ihre Freunde und Bekannten, sich für den Stopp des deutschen Pelz-Pavillons einzusetzen. Es gibt unzählige wärmende Materialen, für die kein Tier qualvoll sterben musste. Kaufen und tragen Sie keinen Echtpelz!