Verstoßene tumorkranke Hündin Mia gerettet

Teilen:

Wir von PETA sind seit mittlerweile 1,5 Jahren mit PETA HELPS ROMANIA in Rumänien aktiv. Im Rahmen dieser Kampagne lassen wir Hunde und Katzen kastrieren, registrieren und medizinisch behandeln, führen Gespräche mit Politikern und Bürgermeistern und unterstützen den rumänischen Schulunterricht mit Materialien von PETAKids. Die landesweite Kastrationskampagne wird jeweils mehrere Tage an einem Ort durchgeführt.

Besonders in den ländlichen Gegenden Rumäniens sind Menschen und Tieren häufig auf unsere Hilfe angewiesen, denn Tierhalter in diesen Regionen haben oftmals nicht genug Geld und keine ausreichenden Möglichkeiten, ihre Vierbeiner medizinisch behandeln oder gar kastrieren zu lassen.

Kleiner Hund mit riesigem Tumor

So kam eines Tages auch die kleine Mia zu unserem Projekt. Mias Halterin wollte ihre zarte Hündin abgeben, bei der sich ein riesiger Tumor gebildet hatte. Glücklicherweise hatte ein Nachbar die große Wucherung entdeckt und war bereit zu helfen. Schnell wurde klar, woran Mia litt – an einem sehr großen sogenannten Sticker-Sarkom, einer Tumorart, die hauptsächlich durch den Deckakt übertragen wird.

Die Zellen des Tumors vermehren sich schnell, und bereits wenige Wochen nach der Übertragung bilden sich kleine Knoten und Wucherungen. Bei Mia war dieser Wachstumsprozess bereits so weit fortgeschritten, dass die kleine, nur 3 Kilogramm schwere Hündin von einem riesigen, blumenkohlartigen Tumor befallen war.

Sticker-Sarkome sind keine Seltenheit

Sticker-Sarkome sind eine häufige Krankheit in Regionen, in denen heimatlose, unkastrierte Hunde leben. Durch den Deckakt werden sie von einem Tier schnell auf das nächste übertragen – ein weiterer Grund, warum die Kastration von Hunden besonders in diesen Ländern unerlässlich ist.

Es war klar, dass Mia schnellstmöglich behandelt werden musste, denn sie litt bereits an Appetitverlust und es ging ihr sichtbar schlecht. Bei der Heilung ihrer Tumorart hat sich ein Medikament als besonders gut erwiesen: ein Chemotherapeutikum, mit dem betroffene Tiere über Wochen einmal wöchentlich behandelt werden müssen. So wurde auch Mia im Rahmen unserer Kampagne mehrere Wochen lang versorgt und medizinisch betreut.

Mia sprach gut auf die Behandlung an, und der Tumor verschwand. Nun war es für die kleine Hündin an der Zeit, in ein liebevolles Zuhause zu ziehen, denn ihre ehemalige Halterin wollte Mia nicht mehr aufnehmen. So machte sich Mia auf die Reise in ein neues, glückliches Leben.

Heute zeigt sie sich als selbstbewusste, kleine Hundedame und springt voller Lebensenergie mit ihren vierbeinigen Freunden über die Wiesen.

Schön, dass du gerettet werden konntest, kleines Herz! Bleib lange gesund!

Was Sie tun können

Mit unserer mobilen Kastrationskampagne können wir jedes Jahr über 8.000 Tieren in Rumänien helfen. Mithilfe von Kastration und Registrierung sorgen wir für eine nachhaltige Populationskontrolle von Hunden und Katzen. Durch Spenden von Laufleinen und Nahrung und mit medizinischer Versorgung hilft unser Team Hunden, die auf der Straße leben, und jenen, die zwar ein Zuhause haben, aber oftmals im Freien gehalten oder nicht angemessen versorgt werden.

Kinder lernen im Tierschutzunterricht an Schulen, wie wichtig es ist, Mitgefühl und Empathie für ALLE Lebewesen zu entwickeln. Durch Gespräche mit Politikern und lokalen Bürgermeistern wird die Kampagne auf viele weitere Orte in Rumänien ausgeweitet, denn nur so lässt sich das Leid tausender Tiere langfristig verringern. Wo immer Hilfe benötigt wird, helfen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Kräften.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir das Kastrationsprojekt in Rumänien weiter ausbauen können.