Tierleid in Mechernich-Schaven

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Aufmerksame Passanten hörten ein merkwürdiges Klopfen, als sie an einem nicht fertig gestellten Rohbau in Mechernich-Schaven vorbei gingen. Neben dem Gebäude stand ein Traktoranhänger voller Mist. Sie vermuteten, dass Tiere illegal in dem Gebäude gehalten werden und alarmierten PETA Deutschland e.V.

 

 


Angekettete Rinder zur Bewegungslosigkeit verdammt © PETA

Was die Ermittler im Gebäude vorfanden
Ein PETA-Ermittler inspizierte daraufhin das Gebäude und fand eine äußerst tierquälerische Rinderhaltung im Inneren vor. In dem nicht isolierten Rohbau fristeten rund zehn Kühe ein trauriges Dasein. Mit dicken Eisenketten an der Wand fixiert, hatte jede Kuh nur etwa 2 m² Platz. Zur Bewegungslosigkeit verdammt waren auch die Tiere, die in Einzelboxen untergebracht waren. Die teilweise stark unterernährten Kühe lagen schon seit Jahren in ihrem eigenen Kot, konnten nur aufstehen und sich hinlegen. Die engen Ketten schnitten in ihre Hälse. Der Stall machte insgesamt einen sehr dreckigen Eindruck. Der Ermittler konnte sogar Verwesungsgeruch wahrnehmen.

 


Rinder müssen durch Schlamm waten © PETA

Was die Ermittler auf dem Gelände vorfanden
Die Tore des nicht fertig gestellten Rohbaus waren nur provisorisch durch Planen, Holzplatten und ein Garagentor gesichert. Gerümpel lag herum. Aus dem aufgetürmten Misthaufen floss Gülle in den angrenzenden Bach.

Auch auf einer Wiese nahe dem Gebäude litten Rinder desselben Tierhalters unter schlechten Bedingungen. Um zur Futterstelle zu gelangen, mussten die Tiere durch tiefen Schlamm waten. Dabei sanken sie fast bis zur Brust ein. Viele humpelten.

Was PETA unternimmt
PETA Deutschland zeigte diese tierquälerischen-, natur- und wasserschutzrechtlichen Missstände sofort beim zuständigen Veterinäramt an. Dennoch waren dieselben schlimmen Haltungsbedingungen auch zwei Monate später noch vorzufinden. Daher hat PETA Deutschland nun auch die Behörden wegen Untätigkeit angezeigt.

 

Was Sie tun können

Wenn Sie selbst Zeuge von Tierquälerei werden, melden Sie sich beim zuständigen Veterinäramt oder bei PETA.
Helfen Sie den Tieren auch beim täglichen Einkauf und entscheiden Sie sich immer für pflanzliche Lebensmittel. Starten Sie noch heute mit dem kostenlosen Vegan-Probeabo unter Veganstart.de.